Haben die Terroristen gewonnen?

Hab gerade folgenden Link auf Facebook angezeigt bekommen (danke Mike).

beschämend ist für mich das reflexhafte handeln (…) einer generation, die im netz allem gedankenlos folgt, was kurzfristig aufmerksamkeit verdient. ob da nun #jesuischarlie, “rip joe cocker” oder irgendwas mit #schneegida getwittert wird: es macht keinen unterschied mehr.

@ http://horsthundbrodt.com/wirsindnichtcharlie/

Solidarität ist nach meiner Auffassung wichtig und richtig; aber: reflexartig sich mit fremden Federn schmücken bereitet mir Bauchschmerzen … »Je suis Charlie«

Schon zuvor las ich folgenden Artikel in taz welcher ursprünglich in englisch auf opendemocracy.net erschien:

Bürger posten in den sozialen Medien Solidaritätsbekundungen mit Charlie Hebdo, bevor sie sich von einem Video mit einem Wasserski fahrenden Eichhörnchen oder einer Klavier spielenden Katze ablenken lassen. Auf diese Weise werden auch sie zum Opfer des Tages.

@ http://www.taz.de/Debatte-Je-suis-Charlie/!152567/

Darin wird aufgeführt warum genau viele, sehr viele Menschen eben nicht Charlie Hebdo sind bzw. so sein können.

Haben die Terroristen nun gewonnen? Zumindest haben sie sehr viel Aufmerksamkeit bekommen (»Je suis Charlie«) und ihre Ziele werden definitiv erreicht wenn uns unsere Angst zu mehr (Selbst-) Zensur treibt. Darauf habe ich aber keine Lust und bitte um mehr Satire, über möglichst jede Weltanschauung und jeden Schlag Menschen – gern könnt ihr bei mir Anfangen: ich bin weiß, männlich, in der DDR geboren, Sachse, wohne in Bayern im Bezirk Mittelfranken und bin evangelischer Christ.

Ich will nichts versprechen, aber wenn mir gute Satire begegnet werde ich sie hier teilen. Gern könnt ihr mir auch über Kommentare oder Tweets zuarbeiten